Man erinnert sich vielleicht an die Geschichten über Jimi Hendrix, der seine Gitarre so spielte, als wäre sie eine Verlängerung seines eigenen Körpers. Eine Symbiose aus Spieler und Instrument, aus der pure Energie strömte. Genau dieses Gefühl überkommt einen, wenn man mit diesem herausragenden Gerät anfängt zu schleifen. Man fühlt sich nicht mehr als Werkzeugführer, sondern als Teil eines nahtlosen Ganzen, das mühelos arbeitet. Das Ergebnis ist nicht nur optisch ein Traum, sondern nach stundenlanger Arbeit verspürt man so gut wie keine Ermüdung in den Händen. Für mich persönlich ist dies eines der Meisterwerke von Festool der letzten Jahre, zumindest im Bereich des Schleifens. Ich besaß bereits ein ähnliches Modell, den ETS-EC 150/5, den ich früher günstig gebraucht erwarb. Ich nutzte ihn hauptsächlich zum Abstreichen von Farbe an der Decke, was dank dieser Maschine zu einer entspannten Angelegenheit wurde. Als ich dann sah, dass Amazon dieses 125er-Modell mit einem kleineren, feineren 3-mm-Hub zu einem attraktiven Preis anbot, konnte ich nicht widerstehen. Das Beste für Kenner der Marke ist, dass die 150-mm-Schleifpads auch hier verwendet werden können (wenn auch nicht umgekehrt). So spart man Kosten für neue Pads, behält aber den Vorteil des feineren Hubs für die Oberflächenglättung. Für alle, die die Technik von Festool nicht kennen, sticht vor allem die ergonomische Formgebung hervor, die die Maschine eng an die Oberfläche anlegen lässt. Der sehr schnelle Bremseffekt stoppt das Pad sofort beim Loslassen des Tasters, der ergonomisch perfekt positioniert ist. Und natürlich die überragende Staubabsaugung, die bei jedem Festool-Tool Standard ist. Hinzu kommt der bürstenlose Motor – das „EC“ im Namen –, der für Langlebigkeit und Zuverlässigkeit sorgt. All diese Faktoren zusammen ergeben ein Schleifvergnügen, das praktisch vibrationsfrei ist und die Hand auch bei langen Arbeitssessions schont. Ein absolutes Vergnügen!